Service-Tipp: Bremsflüssigkeit

Nach einer gewissen Zeit muss die Bremsflüssigkeit ausgetauscht werden. Welche Symptome deuten darauf hin?

Bremsflüssigkeit überträgt den Bremsdruck vom Hand-/Fußbremszylinder auf die Bremskolben der Bremssättel. Die Bremskolben übertragen diese Kraft auf die Bremsbeläge, wodurch diese an die Bremsscheibe gepresst werden. Durch die Reibung zwischen Bremsbelägen und Bremsscheibe werden an dieser Stelle hohe Temperaturen erzeugt und dadurch auch die Bremsflüssigkeit thermisch extrem hoch belastet.

Mögliche Symptome bei Überschreitung des Wartungsintervalls:
- Korrosion im Bremssystem
- Verlängerung des Bremswegs
- Nachlassen der Bremsleistung
- Veränderung des Druckpunkts
- Ausfall der Bremsen

Warum ist ein Wechsel der Bremsflüssigkeit notwendig?
Bremsflüssigkeit ist hygroskopisch (wasseranziehend) und nimmt daher im Laufe der Zeit Feuchtigkeit auf. Dadurch sinkt der Siedepunkt der Bremsflüssigkeit. Die beim Bremsen entstehende Wärme kann dann die Bremsflüssigkeit zum Sieden bringen, wobei das aufgenommene Wasser verdampft. Da Gase im Gegensatz zur Bremsflüssigkeit komprimierbar sind, führen die Gasbläschen dazu, dass der Druckpunkt der Bremse schwammig wird und die Bremsleistung nachlässt. Man spricht bei diesem Phänomen von „Bremsfading“. Beim Erneuern der Bremsflüssigkeit ist es zwingend notwendig, die richtige Spezifikation zu verwenden. DOT 4 ist für die meisten Motorradmodelle vorgeschrieben. Angaben dazu finden Sie im Fahrerhandbuch zu Ihrem Motorrad.